Zahlen und Fakten

 

Aktueller Projektstand
Halbzeitbilanz
Warum neue grosse Wohnungen
Wohnungsbau 2001 bis 2005
Bevölkerungsentwicklung 2001 bis 2005

 

Aktueller Projektstand

Stadtwohnen ist wieder gefragt. „Begehrte Stadtwohnungen“, titelte Ende 2006 die baz, und die Bevölkerungszahl im Stadtkanton ist nunmehr schon seit 2001 stabil. Derzeit sind so viele und so grosse Wohnbauprojekte in Planung und in Bau wie nie mehr seit den siebziger Jahren.

Wenn es auch noch zu früh ist, eine abschliessende Bilanz über das Impulsprojekt „5000 Wohnungen“ zu erstellen, lassen sich doch einige Ergebnisse abschätzen. Derzeit bewegt sich die Zahl neu erstellter Wohnangebote (Neubau und aus Zusammenlegungen) gegen 2500 zu. Zudem werden aktuell im Kanton Basel-Stadt so viele und so grosse Wohnbauprojekte realisiert wie nie mehr seit den siebziger Jahren, und der positive Trend hält bei Planungen und Bewilligungen weiter an. Aus heutiger Sicht kann gesagt werden, dass in den nächsten Jahren jeweils deutlich über 500 Neubau-Wohnungen auf den Markt kommen dürften.

Wenn derzeit auch noch unklar ist, ob die Zielsetzung von 5000 Wohnungen in der geplanten Frist erreicht wird, ist doch festzustellen, dass sich die Verhältnisse grundlegend verändert haben. Stadtwohnen hat wieder ein weit positiveres Image, Investoren aus der ganzen Schweiz investieren in Basel genau so wie private Liegenschaftseigentümer, die Genossenschaften werden wieder zunehmend aktiv und neue Wohnangebote treffen im allgemeinen auf eine gute Nachfrage. Zudem konnten neue Wohnbaupotentiale geschaffen werden, die teils weit über das aktuelle Jahrzehnt hinausreichen.

Zumindest vorübergehend scheint es auch gelungen, die Bevölkerungszahl im Kanton Basel-Stadt zu stabilisieren. Damit die Abwanderung jedoch nicht gleich nach Ende des Impulsprojekts wieder einsetzt, ist die Schaffung sind weiterer Wohnbaupotentiale unerlässliche Voraussetzung!

Weil das Stadtwohnen also auch weiterhin ein Thema bleiben wird und bleiben soll, wurde im Rahmen der Verwaltungsreform 09 im Präsidialdepartement zudem eine Fachstelle eingerichtet, die sich dem Wohnen in der Stadt dauerhaft annehmen und die bisherige Projektform ablösen wird.

Mehr Informationen: ImmoExpoBasel-Prospekt Stadtwohnen (PDF, 304 KB)

Halbzeitbilanz "5000 Wohnungen"

Das 2001 gestartete Impulsprojekt "5000 Wohnungen innert 10 Jahren" hat sich zum Ziel gesetzt, das Angebot an Wohnraum im Kanton nachhaltig zu verbessern und dafür zu sorgen, dass auch im Stadtkanton alle jenes Wohnangebot finden, das ihren Vorstellungen entspricht. Im Fokus steht dabei die Vermehrung des Angebots grosser Wohnungen mit modernen Standards, weil hier der grösste Mangel herrscht und weil auch dem Mittelstand ein gutes Angebot in der Stadt zur Verfügung stehen soll.

In einer Zwischenbilanz darf festgestellt werden, dass auf dem Weg zum ambitiösen Ziel bereits einiges erreicht worden ist.

Im Laufe der vergangenen 5 Jahre konnte durch Zonenänderungen neues Wohnbaupotential von 1200 bis 1500 Wohneinheiten geschaffen werden.

Dies bei insgesamt gleichzeitiger Verbesserung der Grünzonenbilanz zu Gunsten einer nachhaltigen Sicherung der Wohnqualität in der ganzen Stadt.

Die Wohnbauproduktion konnte gegenüber der Ausgangslage Ende der neunziger Jahre gesteigert werden. An ein zeitgemässes städtisches Wohnangebot konnte ein Beitrag von rund 1750 modernen, grosszügigen Stadtwohnungen geleistet werden. Nicht mitgezählt sind dabei durch Sanierungen modernisierte Wohnungen (z.B. Dachstockausbauten etc.), welche das Angebot ebenfalls verbessern.

Nach Jahrzehnten einer kaum gebremsten Abwanderung kann festgestellt werden, dass die Bevölkerungszahl seit nunmehr 5 Jahren stabil ist, und die neuesten Prognosen stellen dem Stadtkanton ein wesentlich besseres Zeugnis aus, als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war.

In Basel-Stadt werden auch im Wohnungsbau wieder grössere Investitionen getätigt. Dank Aktivitäten wie den 2003 eingeführten Basler Investorengesprächen, "Stand der Dinge - Wohnen in Basel" in der Markthalle 2004, "Basel Nord" 2005 oder Präsenz an der Immofoire konnte das Interesse am Wohnungsbau unterstützt werden. Neue Projekte wie die erste Etappe Erlenmatt oder ProVolta haben bereits Investoren gefunden.

In einem Ausblick darf festgestellt werden, dass das Tempo in der zweiten Halbzeit noch erhöht werden kann und muss, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dafür sind im Laufe der letzten fünf Jahre gute Voraussetzungen geschaffen worden. Dies dank der getroffenen Vorbereitungen zur Realisierung grösserer Projekte wie Erlenmatt, ProVolta im St. Johann oder dem Südpark am Bahnhof SBB, um nur die prominentesten zu nennen.

weitere Informationen: Halbzeitbilanz (PDF, 3,6 MB)

Warum neue und grosse Wohnungen?

Nachholbedarf bei grossen Wohnungen mit modernen Standards: Basel-Stadt ist aus historischen Gründen (politische Teilung, keine Eingemeindungen mit Ausnahme Kleinhüningen) praktisch eine reine Kernstadt mit einem hohen Anteil älterer und alter Wohnungen. Dementsprechend sind rund drei Viertel des städtischen Wohnungsbestands als "alt" und "klein" (drei und weniger Zimmer) zu bezeichnen. In einigen besonders dichten städtischen Quartieren (Matthäus, St. Johann, Rosental, Gundeldingen) weisen gar mehr als 80% der Wohnungen drei und weniger Zimmer auf. Zudem liegt die durchschnittliche Wohnfläche dieser Wohnungen hier unter dem kantonalen Mittel. Im Vergleich dazu: Im benachbarten Kanton Baselland weisen über 60% der Wohnungen vier und mehr Zimmer auf und sind grossmehrheitlich jüngeren Datums. Basel-Stadt mangelt es somit nicht an kleinen und auch nicht an günstigen Wohnungen, sondern vor allem an grösseren Wohnungen mit modernen Standards.

Wohnungen nach Zimmerzahl Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft

 

Mietwohnugsangebot Region Basel nach Preiskategorien (absolut)
Daten: Homgagte, Angebot 8.11.05

Wohnungsbau 2001 - 2005

In den letzten fünf Jahren wurden durchschnittlich 250 Neubauwohnungen pro Jahr erstellt. Reduziert wird dieser Wert um jährlich 50 abgebrochene Wohnungen und um den negativen Saldo der Umbautätigkeit von 100 Wohnungen. Daraus resultiert eine Nettoproduktion von rund 100 Wohnungen pro Jahr. Die Wohnungszahl steigt somit nur geringfügig im Bereich von 104'000 Einheiten.

Der Umbausaldo resultiert im Wesentlichen aus (Dachstock-)ausbauten, aus Umnutzungen sowie seit einiger Zeit auch aus Zusammenlegungen von kleineren zur grösseren Wohnungen. Diese Aktivitäten, insbesondere Zusammenlegungen, haben per Saldo einen negativen Umbausaldo, ein Sinken der reinen Wohnungszahl zur Folge. Wohnraum geht dadurch aber nicht verloren. Es entstehen vielmehr moderne, grössere Wohnungen mit zeitgemässem Ausbaustandard. Gegen 100 Wohnungen werden jährlich auf diese Weise gewonnen, so dass zusammen mit den eigentlichen Neubauwohnungen pro Jahr etwa 350 neue Wohnungen auf den Markt gelangen. Zusätzlich wird ständig ein Teil des Wohnungsparks erneuert, ohne dass dadurch die Wohnungszahl tangiert würde. Die Struktur des Wohnungsbestandes wird somit schneller den Bedürfnissen angepasst, als es die reine Nettoproduktion erwarten lässt.

Konkret wurden in den vergangenen fünf Jahren 1750 moderne, grössere Wohnungen geschaffen, was gegenüber dem Etappenziel von 2000 für die erste Projekthälfte (Vorlaufzeiten für Planung und Bau) einen Rückstand von rund 250 Wohnungen ergibt. Dieses Defizit soll nun in der zweiten Hälfte dank vorbereiteter grösserer Projekte (Erlenmatt, ProVolta, Südpark Bahnhof SBB etc) kompensiert werden.

Wohnungsbau Kanton Basel-Stadt 1996-2005

Veränderung des Wohnungsangebots Kanton Basel-Stadt 2000-2005

Bevölkerungsentwicklung

Seit den 70er-Jahren hat der Kanton Basel-Stadt permanent Bevölkerung verloren. In erster Linie ist der steigende Wohnflächenbedarf pro Kopf in Folge Alterung, Wohlstand und weiterer Gründe dafür verantwortlich, aber auch der Wegzug von Personen "ins Grüne". Seit 2001 hat sich diese Entwicklung stabilisiert und Basel-Stadt hat somit in den vergangenen 5 Jahren keine Einwohner mehr verloren.
Die bilateralen Verträge haben sich dahingehend ausgewirkt, dass vermehrt Personen aus Deutschland in Basel Wohnsitz nehmen. Dazu scheint sich eine - bisher aber statistisch noch nicht belegbare - Tendenz zu einer Rückkehr "Landmüder" abzuzeichnen. Die aktuelle Stabilisierung bedeutet noch keine Trendumkehr, zumal konjunkturelle Einflüsse ebenfalls immer eine Rolle spielen.

Bevölkerungsentwicklung Kanton Basel-Stadt 1995-2015 tatsächlich und prognostizierte
(Bundesamt für Statistik BFS 2001, Wüest&Part5ner 2005)

 

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