Häufige Fragen

 

1. Wozu 5000 grosse, qualitativ gute Wohnungen?
2. An wen richtet sich Logis Bâle?
3. Welches sind die Aufgaben von LOGIS BALE?
4. 5000 zusätzliche Wohnungen in Basel – Werden im Kanton Basel-Stadt noch die letzten freien Flächen zugebaut?
5. Baut Logis Bâle nur für "Gutbetuchte"?
6. Wird die Bevölkerung nicht in den Entwicklungsprozess einbezogen, wie beispielsweise geplante Hinterhofüberbauungen zeigen?
7. Sind auch Familienwohnungen geplant?

 

1. Wozu 5000 grosse, qualitativ gute Wohnungen?

Das Impulsprojekt "5000 Wohnungen für Basel-Stadt innert 10 Jahren " bildet einen der drei Schwerpunkte des im Juni 1999 von der Regierung veröffentlichten Aktionsprogrammes Stadtentwicklung (APS). Die Förderung des Wohnungsbaus soll dazu beitragen, die Mängel des heutigen Wohnungsbestands zu beheben und die fortschreitenden Verluste an Bevölkerung und damit verbunden auch an Steuersubstrat zu bremsen oder gar aufzuhalten. Eine starke Region braucht ein vitales Zentrum, und dieses wiederum braucht Menschen, die hier gerne leben. Mehr dazu finden Sie unter "Zielsetzungen".

2. An wen richtet sich Logis Bâle?

Logis Bâle wendet sich in erster Linie an Private, seien es Einzelpersonen, institutionelle Anleger oder Genossenschaften, welche an die Chancen des Wohnungsbaus in einem städtischen Umfeld glauben und ein Projekt realisieren möchten. Mehr dazu finden Sie unter "Kunden".
Wenn Sie hingegen in Basel eine Wohnung zur Miete oder zum Kauf suchen, so bietet Ihnen die Rubrik "Kontakte/Links" nützliche Adressen.

3. Welches sind die Aufgaben von LOGIS BALE?

Das Ziel "5000 gute Wohnungen innert 10 Jahren" kann nur erreicht werden, wenn private Liegenschaftsbesitzer zur Investition in ihre Immobilien motiviert und neue Investoren von den Chancen des Wohnungsbaus im Kanton Basel-Stadt überzeugt werden können.
Primäre Aufgabe von LOGIS BALE ist deshalb die Motivation privater und gemeinnütziger Investoren zur Realisierung guter Wohnbauprojekte sowie die Begleitung von staatlichen Handlungen, welche für ein qualitativ gutes, ausreichendes und marktgerechtes Angebot und das Investitionsklima im Wohnungsbausektor relevant sind. Mehr dazu finden Sie unter "Zielsetzungen".

4. 5000 zusätzliche Wohnungen in Basel – Werden im Kanton Basel-Stadt noch die letzten freien Flächen zugebaut?

Nein. Das Ziel von 5000 Wohnungen wird zwar kaum ohne Neubauten zu realisieren sein. Die Schaffung neuer grosser Wohnungen mit guter Qualität lässt sich aber auch auf anderen Wegen erreichen, so durch Umnutzung bisher gewerblich oder industriell genutzter Flächen, durch Umnutzung von Verwaltungs- und allenfalls auch Bürobauten und nicht zuletzt durch Veränderungen im Wohnungsbestand der Stadt, insbesondere durch Wohnungszusammenlegungen. Überdies ist die Wohnumfeldaufwertung ein weiterer, gleichberechtigter Pfeiler im Aktionsprogramm Stadtentwicklung, so dass auch hier Verbesserungen erwartet werden dürfen. Zuletzt lässt sich auch noch sagen, dass seit Inkrafttreten des Bau- und Planungsgesetzes am 1. Januar 2001 Mehrwertabgaben ihrem eigentlichen Zweck entsprechend zweckgebunden für die Neuschaffung und Aufwertung von Grün- und Freiräumen einzusetzen sind. Die Schaffung von Pärken, Grünanlagen und städtischen Freiräumen wird also anders als verschiedentlich in der Vergangenheit zumindest nicht mehr an der Finanzierbarkeit mehr scheitern.

5. Baut Logis Bâle nur für "Gutbetuchte"?

Der Verbleib oder die Rückkehr von "guten Steuerzahlern" liegt im Interesse aller Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtkantons und ist deshalb tatsächlich ein wichtiges Ziel des Programms 5000 Wohnungen. Der Bau von grossen Wohnungen liegt aber auch im Interesse von Familien, weisen doch heute insgesamt über 70% des Wohnungsbestands, in Quartieren wie dem Matthäus sogar über 80% aller Wohnungen weniger als 4 Zimmer auf, sind also nach heutigen Kriterien nur noch sehr bedingt familientauglich. Grosse, qualitative gute Wohnungen können nicht billig sein. Es soll jedoch durchaus auch erschwinglicher Wohnraum gebaut werden, was unter anderem dadurch dokumentiert wird, dass ein Vertreter der Wohnbaugenossenschaften in der Projektleitung Logis Bâle Einsitz nimmt.

6. Wird die Bevölkerung nicht in den Entwicklungsprozess einbezogen, wie beispielsweise geplante Hinterhofüberbauungen zeigen?

Die Bevölkerung und insbesondere betroffene Anwohner werden bei Projekten frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen, wie dies etwa im Falle des Landhofs oder des DB-Güterbahnhofareals geschieht. Zu berücksichtigen ist aber, dass die staatlichen Einflussmöglichkeiten im Falle von Wohnbauprojekten privater Liegenschaftseigentümer nur beschränkt gegeben sind, so lange sich diese im Rahmen der Bauvorschriften bewegen und nicht Sonderregelungen oder Ausnahmen erfordern. Zu berücksichtigen ist auch, dass es die Initiative privater Liegenschaftsbesitzer und Investoren braucht, damit die strukturellen Mängel im städtischen Wohnungsangebot behoben werden können, und dies wiederum kommt letztlich der ganzen Bevölkerung zugute.

7. Sind auch Familienwohnungen geplant?

Basel leidet unter einem eklatanten Mangel an Wohnungen mit mehr als drei Zimmern. Es gehört zu den erklärten Zielen von Logis Bâle, den Bestand an grossen Stadtwohnungen zu vermehren, und davon profitieren auch Familien, die heute vielleicht der Stadt den Rücken kehren. Geplant sind auch Projekte mit Wohnbaugenossenschaften, so dass auch für Familienbudgets zahlbare neue Wohnungen entstehen sollen. Subventionierter Wohnungsbau im herkömmlichen Sinne ist allerdings nicht vorgesehen, werden Unterstützungsleistungen heute doch bedarfsgerecht personenbezogen ausgerichtet.

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